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Mauersegler erfolgreich ausgewildert

Fünf verwaiste Mauerseglerküken, unzählige Fütterungen im Halbstundentakt und jede Menge Geduld: Unsere Aktive Anja Greins hat in den vergangenen Wochen eindrucksvoll gezeigt, was ehrenamtlicher Artenschutz bedeutet.

 

Die Jungvögel kamen ohne ihre Eltern zu ihr und mussten rund um die Uhr versorgt werden. Anders als viele andere Vogelarten sind Mauersegler hoch spezialisierte Insektenfresser. Sie stellen besondere Ansprüche an Nahrung, Pflege und Haltung. Damit die Aufzucht gelingt, sind viel Erfahrung, Fachwissen und ein enormer zeitlicher Einsatz erforderlich.

Warum gab es in diesem Jahr so viele verwaiste Mauersegler?

In diesem Sommer wurden ungewöhnlich viele Mauerseglerküken aus ihren Nestern gemeldet. Ursache waren vor allem die lang anhaltenden Hitzeperioden. Unter Dächern und in Fassadenspalten, wo Mauersegler ihre Nester anlegen, können Temperaturen von weit über 50 °C entstehen. Um der lebensgefährlichen Hitze zu entkommen, springen viele noch nicht flugfähige Jungvögel vorzeitig aus dem Nest – obwohl sie noch nicht selbstständig fliegen oder Nahrung finden können.

 

Was zunächst wie ein missglückter Flugversuch aussieht, ist in Wirklichkeit oft ein letzter Versuch, der Überhitzung zu entkommen. Ohne menschliche Hilfe haben diese Jungvögel meist keine Überlebenschance. Deshalb waren Wildvogelstationen und ehrenamtliche Pflegestellen in diesem Jahr besonders stark gefordert.

 

Mit großem Einsatz hat Anja die fünf Küken über Wochen begleitet – vom ersten vorsichtigen Füttern bis zu den ersten Flugversuchen. Alle Jungvögel entwickelten sich hervorragend und konnten schließlich gesund in die Freiheit entlassen werden.

 

Der Mauersegler verbringt fast sein gesamtes Leben in der Luft. Er jagt fliegende Insekten, schläft sogar während des Flugs und landet außerhalb der Brutzeit kaum. Umso wichtiger ist es, dass verwaiste Jungvögel optimal vorbereitet werden, bevor sie wieder in die Freiheit starten.

 

Die erfolgreiche Aufzucht zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll ehrenamtliches Engagement für den Naturschutz ist. Hinter jedem geretteten Vogel stehen viele Stunden Arbeit, Geduld und Leidenschaft – oft im Verborgenen. Gleichzeitig macht dieses Beispiel deutlich, dass der Klimawandel längst konkrete Auswirkungen auf unsere heimische Tierwelt hat und den Einsatz von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern immer wichtiger werden lässt.

 

Ein herzliches Dankeschön an Anja für ihren außergewöhnlichen Einsatz und dafür, dass sie den fünf Mauerseglern den Start in ein neues Leben ermöglicht hat.

Was tun, wenn Sie einen jungen Mauersegler finden?

Nicht jeder Jungvogel benötigt Hilfe. Beobachten Sie die Situation zunächst aus sicherer Entfernung. Sitzt ein Mauersegler am Boden, ist das in den meisten Fällen nicht normal. Ist das Tier verletzt oder offensichtlich noch nicht flugfähig, bringen Sie es möglichst in Sicherheit und wenden Sie sich schnell an eine erfahrene Wildvogelpflegestelle oder an den NABU. Eine fachgerechte Versorgung erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Auswilderung erheblich. 

 

Unser begleitenden Reels geben einen eindrucksvollen Einblick in die intensive Pflege der Mauerseglerküken und zeigt, wie viel Engagement, Fachwissen und Herzblut hinter jedem einzelnen geretteten Vogel steckt.

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