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Stunde der Gartenvögel

Die Stunde der Gartenvögel ist eine Mitmach-Aktion, an der sich alle Natur- und Vogelfans beteiligen können eine Stunde um Siedlungsraum Vögel zu zählen und dem NABU zu melden. Seit 2005 rufen der NABU und sein bayrischer Partner Landesbund für Vogelschutz zum alljährlichen Vögel zählen auf. Die Aktion soll Spaß machen und begeistern.

 

Ziel der Stunde der Gartenvögel ist es auch, ein möglichst genaues Bild der Vogelwelt in unseren Städten und Dörfern zu erhalten. Dabei geht es nicht um exakte Bestandszahlen aller Vögel, sondern vielmehr darum, Häufigkeiten und Trends von Populationen zu ermitteln. Damit dies repräsentativ ist, sollen die Populationsdaten über mehrere Jahre verglichen werden. So werden neue Kenntnisse zur Entwicklung einzelner Vogelarten sowie zu regionalen Unterschieden gewonnen.

 

Je größer die Teilnehmendenzahl ist, desto wertvoller werden die Ergebnisse. Helft mit, schleichende Veränderungen in der Vogelwelt festzustellen.

Das wollen wir erreichen

Das wollen wir erreichen

  • Der NABU möchte mit der Aktion möglichst viele Menschen auf die Natur in ihrer eigenen Umgebung aufmerksam machen, und dabei Begeisterung für die Vogelwelt wecken.
  • Natur erleben, das Kennenlernen von Vogelarten, und nicht zuletzt der Spaß beim Beobachten stehen im Mittelpunkt der Aktion.
  • Wir wollen den Aufruf zur Vogelbeobachtung mit Anregungen, Informationen und Serviceleistungen rund um das Thema Artenvielfalt und Gärten verknüpfen.
  • Erklärtes Ziel ist auch, junge Familien und Schulen anzusprechen. Um Schulklassen beteiligen zu können, wurde der Beginn des Aktionswochenendes auf den Freitag gelegt.

Der Wert der Daten

Auch wenn die Daten nicht von Fachleuten erhoben werden, kommen allein durch die hohe Teilnehmerzahl Ergebnisse zustande, die mit wissenschaftlich erhobenen Daten eine bemerkenswert hohe Übereinstimmung besitzen können.

 

Unsere britischen BirdLife-Kollegen, die ihren „Big Garden Birdwatch“ schon seit Jahrzehnten durchführen, haben genau diese Erfahrung bei ihren Auswertungen gemacht. Aktionen wie diese laufen dort unter der Überschrift „Citizen Science“ - was heißen soll, dass hier von Bürgern des Landes Kenntnisse gesammelt werden, die auch für wissenschaftliche Zwecke und für den Vogelschutz Bedeutung haben können.

 

Gute Beispiele liefern unter anderem die Verbreitungskarten von Arten wie Haussperling, Star, Hausrotschwanz, Zaunkönig oder Heckenbraunelle, die wir anhand der Meldungen bundesweit erstellen konnten. Gerade über solche noch häufigen Arten wissen wir oft nicht genug Bescheid. Inzwischen stehen uns Datenreihen aus mehreren Jahren zur Verfügung, so dass sich auch Hinweise auf Bestandsveränderungen recht gut ermitteln lassen.

Seit 2005 findet die „Stunde der Gartenvögel“ alljährlich am zweiten Maiwochenende statt. Hier mitzumachen und eigene Beobachtungen zu melden, ist wichtiger denn je. Nutzen wir also gemeinsam die Chancen dieser spannenden Aktion!